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medien:ki:07

7️⃣ Abschluss – und was du sonst noch wissen solltest

Zum Abschluss dieses Mini-Kurses noch einige Punkte, die besonders wichtig sind und mit denen du selbst weiterdenken kannst.

KI versteht dich nicht und ist nicht dein Freund

Auch wenn es manchmal so scheint: KI-Tools verstehen dich nicht – sie sind darauf programmiert, dir zuzustimmen und dir ein gutes Gefühl bei der Benutzung zu geben. Dahinter stecken nüchterne Geschäftsinteressen der KI-Firmen: Sie möchten, dass du ihre Tools nutzt, um damit Geld zu verdienen.

Vertraue daher einer KI keine persönlichen, vertraulichen Dinge an. Wenn du Sorgen hast, ist eine KI nicht der richtige Ansprechpartner.

Sprich mit echten Menschen über deine Sorgen. Falls du niemanden kennst, dem du dich anvertrauen möchtest, kannst du dich z. B. an die Nummer gegen Kummer wenden.

KI erfindet Dinge – und klingt dabei überzeugend

Auch wenn wir es vorhin schon mal gesagt haben, es ist wichtig: KI-Tools „wissen“ nichts und „verstehen“ nicht, was sie sagen. Sie erzeugen Texte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten – und dabei passieren regelmäßig Fehler. Das Tückische: Die falschen Antworten klingen genauso selbstsicher wie die richtigen. Fachleute nennen das „Halluzinationen“.

Ein konkretes Beispiel: Wenn du eine KI bittest, dir Quellen zu einem Thema zu nennen, kann es passieren, dass sie Buchtitel, Autorennamen und sogar Seitenzahlen erfindet, die es gar nicht gibt – aber alles klingt völlig plausibel. Wer das nicht überprüft, zitiert in seiner GFS oder Hausarbeit eine Quelle, die nicht existiert.

2025 wurde das in mehreren Studien bestätigt:

Faustregel: Du kannst KI gut zum Üben, Erklären und Strukturieren nutzen (wie in den vorigen Schritten beschrieben). Für die Suche nach konkreten Fakten, Zahlen und Quellen sind Suchmaschinen und Bibliotheken aber deutlich zuverlässiger.

Energieverbrauch

Immer mal wieder wird darüber gesprochen, dass man KI-Tools nicht nutzen sollte, weil sie so viele CO₂-Emissionen erzeugen. Das stimmt auf eine Art – und auf eine andere Art nicht.

  • Die großen KI-Firmen müssen ihre KI-Modelle trainieren, was unglaublich viel Strom verbraucht – so viel, dass manche dieser Firmen inzwischen alte Atomkraftwerke kaufen, um ihren eigenen Strom zu erzeugen. Allerdings findet dieses Training unabhängig von unserer Nutzung statt: Die Firmen gehen davon aus, dass sie mit KI viel Geld verdienen können, und trainieren die Modelle auf jeden Fall – egal ob wir die Chatbots nutzen oder nicht.
  • Die Nutzung der KI-Tools hingegen verbraucht nicht wesentlich mehr Strom als andere digitale Tätigkeiten auch.
  • Hier sind einige Quellen zu beiden Aspekten:

Was nimmst du mit?

Du hast in diesem Mini-Kurs gesehen, wie KI-Tools dich beim Lernen unterstützen können – und wo ihre Grenzen liegen. Zum Abschluss eine letzte Aufgabe:

AUFGABE

Formuliere für dich persönlich drei Sätze:

  1. Das werde ich ausprobieren: (ein konkreter KI-Einsatz, der dir beim Lernen helfen könnte)
  2. Darauf werde ich achten: (eine Gefahr oder Einschränkung, die du im Kopf behalten willst)
  3. Das mache ich lieber ohne KI: (eine Aufgabe oder Situation, bei der du bewusst auf KI verzichten möchtest)


medien/ki/07.txt · Zuletzt geändert: von retemirabile

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