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nwt:zusammenarbeit

Gute Zusammenarbeit in der Gruppe

Die Zusammenarbeit in einer Gruppe kann an verschiedenen Stellen schiefgehen. Hier sind einige Tipps, um das zu verhindern und um eine möglichst konstruktive Arbeit zu ermöglichen.

Offen und sachlich kritisieren

Meines Erachtens ist es für die Zusammenarbeit in einer Gruppe wichtig, dass alle bereit sind, offen und sachlich Kritik zu üben. Wenn man zusammen an einem Projekt arbeitet, wird es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Wenn man mit den Vorstellungen eines anderen Gruppenmitgliedes nicht einverstanden ist, sollte man das sachlich und begründet auch äußern.

Sachlich bedeutet, dass man die Idee oder den Vorschlag kritisiert, nicht aber die Person angreift, welche die Idee vorgebracht hat.

Begründet bedeutet, dass man nicht einfach sagt: „Diese Idee finde ich nicht gut“, sondern dass man selbst Gründe liefern kann, warum man die Idee nicht gut findet. Außerdem sollte man möglichst einen Vorschlag haben, wie eine bessere Lösung aussehen könnte.

Allerdings kann es meines Erachtens durchaus auch sinnvoll sein, einen bestehenden Vorschlag begründet zu kritisieren, wenn man keine bessere Idee hat. „Die Idee finde ich nicht gut, weil … — allerdings weiß ich gerade nichts Besseres. Ich finde aber, wir sollten gemeinsam noch mal nach einer besseren Lösung suchen.“

Respektvoll miteinander umgehen

Die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist gegenseitiger Respekt. Man muss nicht beste Freunde sein, um gut zusammen arbeiten zu können, aber man muss grundsätzlich bereit sein, die Ideen, Vorschläge und Beiträge der anderen Gruppenmitglieder wertzuschätzen und sie als gleichberechtigt zu den Eigenen aufzufassen.

Natürlich sind nicht alle Vorschläge gleich gut: das darf man natürlich auch sagen (siehe oben: sachlich kritisieren). Aber jedes Gruppenmitglied muss das Recht haben, Vorschläge einzubringen, die dann gehört, besprochen und gemeinsam angenommen oder verworfen werden. Es wäre respektlos und damit für die Zusammenarbeit extrem negativ, wenn man Beiträge einzelner Gruppenmitglieder von vornherein als unwichtig einschätzt oder davon ausgeht, dass sie es nicht wert sind, dass man sich damit beschäftigt.

Regelmäßig kommunizieren

Ein häufig gemachter Fehler bei der Gruppenarbeit in Projekten ist, dass man Kritik oder Unzufriedenheit über längere Zeit nicht äußert, weil man der Konfrontation mit den Gruppenmitgliedern aus dem Weg gehen möchte. Das ist meines Erachtens nicht sinnvoll. Es führt nämlich leicht dazu, dass sich eine Menge „runtergeschluckte“ Kritik und damit Groll ansammelt, so dass man dann möglicherweise unsachlich und aggressiv auftritt, wenn die Probleme tatsächlich mal zur Sprache kommen.

Sinnvoller ist es, Unzufriedenheit schon frühzeitig zu äußern, wenn die Probleme noch wenige und „klein“ sind. Dann ist es leichter, tatsächlich sachlich zu sein und die Chance, dass das kritisierte Gruppenmitglied angemessen auf die Kritik reagiert, ist deutlich größer als wenn man gleich einen „Berg“ von Vorwürfen los wird.

Man könnte zum Beispiel zu Beginn jeder Doppelstunde eine kurze Gruppenrunde machen, in der die Arbeit für den Tag verteilt wird und auch jedes Mal in die Runde gefragt wird, ob alle zufrieden mit dem Fortgang der Projektarbeit sind.

Eigene Standpunkte nicht absolut sehen

Beim Kritisieren ist es wichtig, dass man immer auch die Möglichkeit sieht, dass man selbst falsch liegt oder dass andere Gruppenmitglieder die Sache komplett anders bewerten.

Entsprechend sollte man Kritik formulieren.

Ich-Botschaften sind besser als absolute Aussagen

  • Wenn man Kritik als „Ich-Botschaft“ formuliert, macht das lediglich den eigenen Standpunkt deutlich. Man geht nicht davon aus, dass man selbst automatisch recht hat. Das ist wichtig, um die Anderen nicht vorschnell zu verurteilen.
  • Absolute Aussagen werden dagegen oft als offensiv empfunden und rufen unter Umständen Trotz und Gegenwehr hervor, selbst wenn die Kritik gerechtfertigt ist.
GutNicht gut
Mein Eindruck ist, dass Du oft abgelenkt bist und am Computer oft andere Dinge machst als an unserem Projekt zu arbeiten.“  „Du bist faul und tust nichts für unser Projekt.“ 

Abschwächende oder relativierende Wörter verwenden

  • Beim Formulieren der Kritik können abschwächende Wörter helfen, dass das Gespräch sachlich bleibt und die Kritik nicht als offensiv empfunden wird. Man deutet damit an, dass auch andere Sichtweisen möglich sind und dass man diese auch akzeptiert.
  • Wörtchen wie „möglicherweise“, „anscheinend“, „eher“, „tendentiell“ und viele andere können Aussagen abschwächen und so dem Gegenüber erlauben, sich nicht gleich abgestempelt zu fühlen.
GutNicht gut
Möglicherweise sollten wir unseren Projektplan noch mal überdenken.“ „Unser Projektplan muss noch mal geändert werden.“
nwt/zusammenarbeit.txt · Zuletzt geändert: 12.12.2016 (07:36) von retemirabile